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Ein Sommerkino für den Bahnhof Mülheim

Ein Sommerkino für den Bahnhof Mülheim

Da staunten die Fahrgäste nicht schlecht, als sie an einem sommerlichen Samstagabend 2020 den Bahnhof Mülheim verließen und mitten in Mülheims OpenAir-Sommerkino landeten. Das Team vom „Tag des Guten Lebens“ hatte für die Nachbarschaft eine Leinwand an den von der Deutschen Bahn im Rahmen des Smart Cities Projekts aufgestellten Sitzmöbeln befestigt. Der Ton wurde mittels Bluetooth-Kopfhörern, für die Anwohner:innen lautlos, an die Zuschauer:innen übertragen. Das Konzept kennt man von den Silent Discos.

Die auf den Boden gemalten Kreise dienten eigentlich zur Einhaltung der zu Pandemiezeiten geltenden Abstandsregeln. Doch was aus der Notwendigkeit entstand, bekam schnell ein Eigenleben. Die Zuschauer:innen verwandelten die Kreise in ihre eigenen kleinen Refugien. Eine durch bunte Kreide geschützte, unbeschwerte Mini-Welt, in der sie für zwei Stunden in den auf der Leinwand flimmernden Film abtauchen konnten. Persönlich und individuell eingerichtet mit   mitgebrachten Picknickdecken, Kissen und Campingstühlen. 

Seither ist viel passiert. Die Pandemie ist vorbei. Ebenso das Projekt der Bahn. Eigentlich sollten die gelben Sitzmöbel und Pflanzkübel längst verschwunden sein. Doch Sonja Langner und die Initiative „Mülheim blüht“ retteten die Möbel vor dem Sperrmüll und sie pflegt, repariert und bepflanzt sie seither ehrenamtlich. Regelmäßig finden dazu nachbarschaftliche Pflanztage und seit letztem Jahr auch Konzerte auf dem einst tristen Bahnhofsvorplatz statt. An vier Abenden im Juli und August möchten wir nun gemeinsam mit der Initiative und gefördert durch die Mülheimer Bezirksvertretung auch das Sommerkino zurückbringen. Euch erwarten vier schöne und spannende Dokumentarfilme. Also packt Eure Freunde, Picknickkörbe und Decken ein und kommt vorbei. Tickets gibt es für 4 € ausschließlich an der Abendkasse (plus 10 € Pfand für die Kopfhörer). Das Geld fließt dabei komplett in den Erhalt der Sitzmöbel, welche aktuell dringend neu gestrichen werden müssen. Über zusätzliche Spenden freut sich die Initiative natürlich ebenfalls.

Die Filme

Alle Filmabende finden freitagabends ab 21:45 Uhr statt. Sollte es regnen, wird der Termin um einen Tag auf den folgenden Samstag verlegt.

Ich bin nicht krank! Ich bin schwul.

Dennis ist schwul – in seinem Heimatland Kasachstan ist das ein Problem. Beschimpfungen und Prügelattacken drohen allen, die sich als homosexuell outen. „Ich bewege mich nur noch mit dem Taxi von A nach B“, sagt Dennis und lacht bitter. „Alles andere wäre Selbstmord.“

„Ich bin nicht krank – ich bin schwul“ sagt Dennis, der offen zu seiner Homosexualität steht. Der Film zeigt seinen mutigen Kampf für mehr Verständnis und Gleichberechtigung.

Unter Anwesenheit von Regisseur Alexej Getmann.

Holy Shit

In Kooperation mit Zero Waste Köln wird der Film Holy Shit gezeigt.

Was geschieht mit der Nahrung, die wir verdauen, nachdem sie unseren Körper verlassen hat?
Ist es Abfall, der weggeworfen wird, oder eine Ressource, die wiederverwendet werden kann?

Der Filmemacher geht auf eine Reise von den Poop Pirates in Uganda bis zum gigantischen Klärwerk in Chicago.

Deutschlandlieder – Almanya Türküleri

Anlässlich des 60. Jubiläums des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens nimmt uns Regisseur Nedim Hazar mit auf die wunderbare Konzertreihe, die die türkisch- und kurdischstämmige Community in den Jahren 2021/22 auf die großen Bühnen in Deutschland brachte. Von Heimatliedern, über Jazz bis HipHop. In der Musik werden die Emotionen, Hoffnungen und Ängste der deutschen Einwanderungsgesellschaft hör- und erlebbar.

TBA

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