Miss Liz Loves: Top 3 Cafés auf der Schäl Sick

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Text: Lissy (Gastautorin) Bilder: Johanna

Ob neu entdeckt oder längst bekannt, klein, groß, traditionell, fancy oder hip – auf meinem Blog Miss Liz Loves dreht sich alles um Kaffee-Oasen in Köln und Umgebung. Meine (Wahl-)Heimat ist Mülheim, sodass ich der Schäl Sick und ihren Cafés naturgemäß besondere Aufmerksamkeit widme. Hier möchte ich Euch gerne drei meiner rechtsrheinischen Favoriten vorstellen (so viel vorweg: die Auswahl fiel ganz schön schwer!).

Café jakubowski - Mülheim

Zugegeben, hier muss ich nicht lange überlegen. Das Jakubowski, das nur wenige Schritte vom Rhein entfernt liegt und Alt-Mülheim seit vielen Jahren bereichert, ist mein Stammcafé, Lieblingsplatz und Wohlfühlort. Ein Café, das von allem etwas bietet und dabei alles richtig gut macht.

Das fängt bei der Location an: Nicht nur lässt sich der Aufenthalt hier perfekt mit einem Spaziergang am Rhein (oder gar einer anschließenden Fahrt  mit dem legendären Müllemer Böötche) kombinieren; auch die Lage auf der Mülheimer Freiheit/Ecke Buchheimer Straße ist schön. Das Jakubowski befindet sich in einem Altbau, der im Krieg zerstört und erst im Jahr 2000 saniert wurde – Namensgeber ist übrigens der vor 90 Jahren genau in diesem Haus geborene Rudi Jakubowski.

An warmen Tagen kann man unter der großen Markise vor dem Café wunderbar die Seele baumeln lassen, und auch der geräumige Innenbereich ist einladend. Kunstdrucke an den Wänden, immer frische Blumen auf den Tischen und die riesige Fensterfront schaffen ein tolles Ambiente, das offensichtlich auch Filmemacher schätzen: nicht selten finden hier Dreharbeiten statt. Zahlreiche Sitzmöglichkeiten an großen und kleinen Tischen – ich liebe die großen alten aus Holz – sorgen zudem dafür, dass man auch zu Stoßzeiten immer ein Plätzchen findet.

Neben gutem Kaffee (Paulini) und einer kleinen, aber feinen Auswahl frisch gebackener Kuchen verköstigt das Jakubowski seine Gäste auch schon zum Frühstück (Klassiker wie frische Brötchen, Croissants, eine Vielzahl an Belägen, Porridge, usw.),  mittags bis abends mit teils wechselnden – immer hochwertigen – Tagesgerichten sowie Salaten, Bagels, Focaccia, diversen Antipasti und Knabbereien. Last but not least der Sonntagsbraten (alternativ kann man sonntags auch brunchen) und natürlich eine üppige Getränkekarte, die von Kaffeekreationen über ChariTea und Matcha Latte bis hin zu guten Weinen und Spirituosen reicht.

Ich kann behaupten, mittlerweile fast die ganze Karte hoch und runter probiert zu haben und könnte an dieser Stelle wirklich alles uneingeschränkt empfehlen! Meine absoluten Favoriten bleiben jedoch der Russische Zupfkuchen mit Cappuccino, die Pasta Jakubowski (Feta, Zucchini, Tomaten und Pinienkerne) und der Primitivo di Manduria.

Café jakubowski

Mülheimer Freiheit 54
51063 Köln
0221 – 966 11 10

Café Heimisch - Deutz

Erst seit rund eineinhalb Jahren gibt es das Café/Bistro Heimisch am Fuße der Deutzer Freiheit  – seitdem gehört es definitiv zu meinen Lieblingen auf der Schäl Sick. Auf zwei Etagen bietet es seinen Gästen großzügigen Platz: Im unteren Stockwerk sitzt man in Sichtweite der Theke und kann das Treiben auf der Straße beobachten, während das obere Stockwerk gemütliche Rückzugsmöglichkeiten auf 50-er Jahre Sesseln oder an dem langen, wunderschön rustikalen Holztisch bietet. Die Kombination aus modernem, hellen Ambiente und Retro-Elementen finde ich sehr gelungen, man fühlt sich hier tatsächlich sehr schnell zu Hause, na: heimisch eben.

Unter dem Motto „Ehrlich, regional, zweites Zuhause“ steht auch das kulinarische Angebot, das vom ganztägigen Frühstück über herzhafte Kleinigkeiten (die Quiches sind ausgezeichnet!) und Salate bis hin zu Kaffee und Kuchen reicht. Die Zutaten stammen aus der Region: Milchprodukte von einem Bauernhof aus Witzhelden, Brot vom Vollkornbäcker aus Hennef, Eier vom Biohof aus Nümbrecht… und der Kaffee aus der Kölner Rösterei Van Dyck. Letzteres ist an sich schon erfreulich; noch erwähnenswerter ist allerdings, dass er wirklich perfekt zubereitet ist. Der Cappuccino gehört für mich zu den besten der ganzen Stadt, von Geschmack und Konsistenz bis hin zur perfekten Latte Art.

Honig, Milch, Van Dyck Kaffee, selbstgemachten Sirup und andere Kleinigkeiten gibt es auch für zu Hause zu kaufen, Limonaden von Djahé (persönliche Lieblingslimo, mit Ingwer oder Maulbeere), Opa Alfi’s und Kölsches Wasser komplettieren das Sortiment.

Bei Heimisch ist Selbstbedienung, was durchaus okay ist da man sich die frisch zubereiteten (u.a. auch veganen) Kuchen, Müslis, Brote und sonstige Köstlichkeiten ohnehin am besten anschaut und sich inspirieren lässt. Die immer freundlichen Menschen hinter der Theke beraten einen gerne und fachkundig, was vor allem für Leute mit diversen Unverträglichkeiten oder bestimmten Ernährungskonzepten von Vorteil ist.

Café Heimisch

Deutzer Freiheit 72–74
50679 Köln
0221 – 168 385 63

Saint Louis - Deutz

An dritte Stelle meiner aktuellen Schäl Sick Favoriten hat es das Saint Louis geschafft, das ebenfalls auf der Deutzer Freiheit beheimatet ist. Das Café/Deli bietet auf kleinem Raum alles, was man braucht um sich vor der Arbeit (Bagels, Croissants, Müsli, Granola), in der Mittagspause (frisch zubereitete Suppen, belegte Brote und Salate), nach der Arbeit oder einfach in der Freizeit (Kuchen, Tartes, Muffins, Brownies) verwöhnen zu lassen.

Auch hier wird Wert auf regionale Zutaten gelegt:  die Milch kommt vom Bauern aus der Region und beim Kaffee setzt man auf die Kölner Rösterei Ernst. Qualität, die man schmeckt: sowohl Espresso als auch Cappuccino sind geschmacklich top!

Wenn ich Saint Louis mit einem Wort beschreiben müsste, wäre es wohl „Frische“ – ein Anspruch, durch den sich nicht nur die frisch gebackenen Kuchen oder Salate aus der Salatbar, sondern vor allem auch die leckeren Smoothies auszeichnen. Ganz frisch ist auch der Look: Anfang des Jahres gab es für das Deli ein kleines Make-Over, seitdem bereichern Origami –Kraniche den „Himmel“ über der Theke.

Im Sommer lässt es sich vor dem Laden, quasi auf dem Bürgersteig der Deutzer Freiheit, sehr schön sitzen und das Treiben der Leute beobachten – an kälteren Tagen sitzt man im Innenbereich an hohen Tischen, viel Platz ist zwar nicht, ich habe bisher aber immer ein freies Fleckchen gefunden und finde, man sitzt wie in einem großen Wohnzimmer und hockt sich trotzdem nicht auf der Pelle.

Übrigens: Veganer sind bei Saint Louis bestens aufgehoben, denn nach eigener Aussage sind etwa 50 Prozent des Angebotes vegan – u.a. Muffins, die ich Euch (als großer Fan) echt ans Herz legen kann.

Saint Louis

Deutzer Freiheit 89
50679 Köln
0221 – 997 56 650

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